Indexfonds waren zu Anfang die einzigen an der Börse gehandelten Fonds, so dass die Bezeichnungen ETF und Indexfond synonym verwendet wurden. Heute gibt es auch aktiv gemanagte Fonds, welche sich sich aber von ETFs unterscheiden, weil durch ETFs nur indizes nachgebildet werden. Die Idee dazu kam um 1970 in den USA auf
Erste Fonds wurden 1993 durch State Street Global Advisors -einem der größten Asset Managment Unternehmen- auf den Markt gebracht. Der erste eingeführte ETF hört auf den Namen Standard & Poor's Depositary Receipt (auch kurz Spider genannt) und hat mittlerweile ein Volumen von 50 Milliarden US Dollar. Die Verwaltungsgebühr für den Spider betrug damals noch 0,75 %, heute fallen nur noch Gebühren im Bereich von 0,15 und 0,5 % an. Es gibt sogar bereits erste Fonds ohne Verwaltungsgebühren. Gefolgt wurde der Spider kurze Zeit später durch den auf dem Dow Jones Industrial Average basierende Diamonds und die Cubes (QQQ), welche sich an dem NASDAQ orientieren.
Erdacht wurde das Konzept der Exchange Traded Funds durch die American Stock Exchange (Wertpapierbörse, mittlerweile unter dem Namen NYSE Amex LLC) wo bis vor wenigen Jahren noch der Großteil aller ETFs in den USA gahandelt wurden. Dadurch, dass Amex fast ausschließlich am Parketthandel festgehalten hat die AMEX starke Einbußen im Handelvolumen hinnehmen müssen, so dass die meisten ETF-Anbieter hauptsächlich zu New York Stock Exchange aber auch anderen Börsen abgewandert sind. Lediglich State Street ist bei AMEX verblieben.
Große Umwälzungen im ETF-Markt gab es vor kurzem durch die zunächst belächelten iShares der Barclays Global Investors, der mittlerweile mit 435 Milliarden US Dollar (August 2009) an in ETFs angelegtem Kundengeld der größte Anbieter von Exchange Traded Funds welteit ist. Zum Vergleich: Der Gesamtmarkt beläuft sich auf 862 Milliarden Dollar. Auch in Europa ist iShares mit einem Volumne von 52,5 Milliarden Euro Marktführer, gefolgt von Lyxor ETFs aus dem Hause Societe Generale und x-trackers der Deutschen Bank (20 Milliarden).